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07.03.2019, 15:38 Uhr
Pressemitteilung der CDU Reinheim
CDU Reinheim stellt keinen Bürgermeisterkandidat

Die CDU Reinheim hat sich auf ihrer Mitgliederversammlung am vergangenen Mittwoch gegen die Aufstellung eines Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Mai ausgesprochen. Grund dafür seien die äußerst ungünstigen Rahmenbedingungen für den anstehenden Wahlkampf. Zwar freue man sich innerhalb der Partei über die Chance, die sich Reinheim mit dem Ausscheiden des bisherigen Amtsinhabers Karl Hartmann bietet, der Unmut über dessen kurzfristige Absage seines Wahlauftrags sei trotzdem groß.  

Mehrere geeignete Mitglieder der Christdemokraten hatten zunächst ihr Interesse für eine Kandidatur bekundet. Einen fairen Wahlkampf innerhalb von drei Monaten zu führen, hielten diese jedoch schließlich für nahezu unmöglich. „Wir sind hier um Politik zu machen, wir möchten Reinheim neu gestalten. Endlich bietet sich die Möglichkeit dazu. Aber jetzt wird uns die Zeit geraubt, denn in zwölf Wochen, das aufzuholen, was im Rathaus strategisch schon lange geplant war, halten wir für nicht machbar. Die Bürger Reinheims haben ja nicht einmal die Chance dazu, einen CDU-Kandidaten in diesem Zeitrahmen richtig kennenzulernen“, erklärte CDU-Kreisvorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzende der CDU Reinheim Corinna Philippe-Küppers. „Politisch, beruflich sowie privat können viele von uns diesen kurzfristigen Wahlkampf gar nicht auf sich nehmen. Deswegen sprechen wir uns gemeinsam  gegen die Aufstellung eines Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aus“, pflichtet ihr Marco Carella, Vorsitzender der CDU Reinheim, bei.

Auch wenn die Christdemokraten niemanden ins Rennen um den Bürgermeisterposten schicken werden, so hoffe und wünsche man sich innerhalb der Partei, dass es dennoch ein fairer Wahlkampf wird. „Es ist höchste Zeit für einen Tapetenwechsel – für Reinheim und seine Bürger. Am 26. Mai besteht endlich die Möglichkeit dazu, dass hier eine neue Ära beginnt, in allen relevanten Bereichen. Wir wünschen uns, dass viele Reinheimer diese Chance auf Veränderung nutzen werden“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Corinna Philippe-Küppers.

Ob und für wen die CDU allerdings eine Wahlempfehlung abgeben wird, hängt nach Ansicht von Philippe-Küppers noch davon ab, wie groß die Übereinstimmungen von CDU-Positionen und dem Programm der zur Wahl stehenden Kandidaten sei. Das wollen die Christdemokraten jetzt ausloten. Von Bedeutung seien dabei vor allem die Themen Stadtentwicklung und die nachhaltige Förderung des Standortes Reinheim. „Es fehlte jahrelang an Perspektive und Weitsicht im Rathaus. In unseren Augen wurde dort nicht weit genug über den Tellerrand hinaus geblickt, viele wichtige Entscheidungen wurden verschlafen. Deshalb ist es an der Zeit Reinheim auch langfristig gesehen zukunftsfähig zu machen. Mit offensiveren Investitionen und nicht nur solchen Projekten, die sowieso dringend notwendig sind. Denn für uns gehören zu einer nachhaltigen Entwicklung einer Stadt auch das Angebot eines freien WLANs, die Ärzteversorgung oder solche Vorstöße, wie Carsharing. Aber dazu gehört auch, dass man sich als Stadt und Gewerbe professionell in den sozialen Medien präsentiert, um auch über die Grenzen hinaus wahrgenommen zu werden. All diese Themen werden wir bei einer Wahlempfehlung berücksichtigen“, so die CDU-Fraktionsvorsitzende.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand dann das obligatorische Heringsessen am Aschermittwoch mit dem Fraktionssprecher der CDU in der DADINA Tobias Träxler, Patricia Lips (MdB) und dem Generalsekretär der CDU Hessen Manfred Pentz (MdL) statt.